Bürgermeisterinnenjahre
Rückschau und Ausblick

Hier die Rückblicke auf die letzten Jahre und einige Blicke nach vorn.
Als ich mich an die Gestaltung dieser Seite gemachte habe, dachte ich nicht, dass ich soviel schreiben würde. Mir war vollkommen klar, dass einiges passiert ist und, dass uns in den letzten Jahren  (wie in vielen anderen Lebenslagen auch) zudem das pralle Leben in Form einiger Krisen und ungeahnter Herausforderungen ereilte :-)... zuletzt mit Corona. 


Umso glücklicher bin ich, dass ich meine großen Ziele, nämlich die Gründung eines Jugendparlaments und den Beginn des integrierten Stadtentwicklungskonzepts noch in dieser ersten Amtszeit erreichen konnte. Die vielen neuen Themen, die dazu kamen - z. B. Digitalisierung oder Organisationsherausforderungen, konnte ich auch zu meinen Themen machen, was mich sehr freut, denn das habt auch Ihr mir ermöglicht. Andere Ziele sind Daueraufgaben und ich werde sie wohl nie als "fertig" betrachten. ;-)

Daher: Diese Aufstellung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Daher: Wem noch was ein- oder etwas auffällt - gerne her damit! Ich freue mich über jede Unterstützung.

2014 - Startpunkt

2014 startete mit dem Ankommen in der Verwaltung. Ich habe meinen Dienst am 03.11. (davor lag ein Wochenende) angefangen und nur wenige Monate Zeit mich in die Verwaltungsabläufe, die Herausforderungen und die Projekte einzuarbeiten. Schon damals standen die großen Aufgaben fest: Neubau und Sanierungsfälle im Hochbaubereich vorrangig in den Schulen, eines von drei Rathäusern ohne Betriebserlaubnis und durch die Aufteilung auf drei Gebäude, war die Zusammenarbeit erschwert, die anstehende Marktplatzsanierung, der Südlink, Windanlagenparks, die Querelen mit dem Bauträger in Pattensen-Mitte-Nord, Personal- und Fachkräftemangel...
Bereits im Dezember 2014 haben Südlink betroffene Kommune sich in einer Resolution für alternative Planungen ausgesprochen. Das Thema wird uns lange begleiten.

2015 - plötzlich alles neu organisieren

Im Februar 2015 war klar, dass wir zahlreiche Menschen, die vor Krieg und Armut flohen werden aufnehmen müssen. Über ein ganzes Jahr waren alle Mitarbeitenden mit gefühlt nichts anderem beschäftigt als Wohnraum zu akquirieren, Integrationskurse zu organisieren, Begegnung zu schaffen und zu helfen. Zeitweise drohte sogar die Schließung von Turnhallen zur Unterbringung, eilig wurden große Unterkünfte geschaffen. Das Flüchtlingsnetzwerk mit Unterstützung der Landesintegrationsbeauftragten Doris Schröder-Köpf wurde gegründet. Bis zu 200 Pattenser:innen engagierten sich hier und halfen. Diese Solidarität hat uns durch die Zeit bis heute gebracht. Nach mehr als einem Jahr Vakanz wird die Leitungsstelle im Bereich Finanzen nachbesetzt. Die Verwaltung erfährt das erste Mal eine umfassende Neuorganisation. Das Klimaschutzmanagement nimmt seine Arbeit auf. Der Südlink ist weiterhin ein Thema, das viel Zeit in Diskussions- und Informationsveranstaltungen  

in Anspruch nimmt.
Per Mertesacker wird in einer sehr familiären Feierstunde zum Ehrenbürger von Pattensen ernannt.
Ich durfte erstmals als Frau das stedtische Schützenfest eröffnen und lüftete die große Frage nach meiner Kleidung ;-)
Auch in dieses Jahr fiel der Diebstahl der Gedenktafel der ehemaligen Synagoge, die schnell mit Unterstützung von Spenden ersetzt wurde.
Parallel haben wir die Projekte Ernst-Reuter-Schule und Rathaus vorangetrieben.
Die Kindertagesstätte Ruther Straße geht in die Planung nachdem die Bedarfe an Kindertagesstättenplätzen die Prognosen aus den vorherigen Jahren weit überstiegen; Mobile erhält den Zuschlag für die Trägerschaft. In Hüpede werden Raummodule für eine Überbrückungszeit angeschafft - die Überbrückung wird sechs Jahre dauern. Die Diskussion um den Sanierungsfall Grundschule Pattensen-Mitte wird intensiver. Nach einem detaillierten Bieterwettbewerb erfolgt der Zuschlag an den Totalübernehmer für den Teilneubau und die Sanierung der Ernst-Reuter-Schule für insgesamt 22,1 Mio EURO. Die Bauarbeiten beginnen noch 2015 und sollen 2018 mit Errichtung der Turnhalle endgültig abgeschlossen sein. Gleichzeitig werden Überlegungen zur Zukunft der Rathäuser konkreter.

2016 - als einiges ganz schnell ging

Der Neujahrsempfang steht unter dem Motto "Neu in Pattensen" und nimmt erstmalig die Bürger:innen in Pattensen in den Fokus. Dies wird in den nächsten Jahren die Regel.: Im Mittelpunkt steht die Pattenser Bürgerschaft und das Ehrenamt. Die Flüchtligsunterbringung erreicht in diesem Jahr ihren vorläufigen Höhepunkt. Ängste mischen sich mit Erfolgserlebnissen. Die Bereitschaft Wohnraum zu stellen sinkt, der Wohnungsmarkt ist angespannt. In diesem Zeitraum droht das erste Mal die Schließung von Hallen. Die Sonderstabstelle Flüchtlinge nimmt Planungen hierzu auf, um sie dann wieder verwerfen zu können, weil ein Investor auf den Plan tritt, der eine Gewerbeimmobilie kaufen und zu Wohnraum umbauen will. Die Eigentümergemeinschaft kündigt Gewerbemietern, was zu Unmut bei Kundschaft und Angestellten führt. Eilig werden neue Pläne geschmiedet und mit der Region Hannover ein entsprechendes Projekt begonnen, dass in zwei Phasen geplant ist. Die Zuständigkeit wechselt. Am Ende kommt das Projekt nicht zustande und die Wohnungen werden nun (Phase 2) auf dem freien Markt vermietet.
Am 1. Mai sind die traditionellen Maifeiern der Feuerwehren Pattensen und Schulenburg von zwei schweren Verkehrsunfällen mit insgesamt drei Todesfällen überschattet. Ich teile in einem Facebook Post meine Gedanken und vor allem die Gedanken für die Einsatzkräfte mit. Am Ende wird auf diesen Post mehr als 600 Mal reagiert und erreicht 30.000 in der Reichweite. Die Gedenktafel an der Syngagoge und die Parteibüros werden durch "Farbanschläge" zerstört, die Taten werden als politisch motiviert eingestuft. Wieder helfen Spenden beim Ersetzen der Gedenktafel, die auf die 1938 bei der Reichskristallnacht zerstörten Pattenser Synagoge hinweist. Ein zwei Meter hoher Schriftzug in Pattensen-Mitte Ortseingang sorgt für Unmut. Im folgenden Jahr wird eine besondere Lösung gefunden.

Der Bauträger des Baugebiets Pattensen-Mitte Nord begibt sich in Rechtsstreit mit der Stadt Pattensen - es werden insgesamt bis zu zwölf, die durch mehrere Instanzen gehen. Leidtragende sind die Bauwilligen oder Vertragspartner.
In der Stadt Pattensen wird das Schüler:inneprojekt "Pimp your town!" initiiert. Drei Tage entwickeln Schüler:innen der 9ten Klassen der Ernst-Reuter-Schule und der Calenberger Schule Ideen und Projekte für Pattensen und die Region. Am Ende werden über 40 Projekte entwickelt und dem Stadtrat vorgestellt. Damit ist der Startschuß zur Entwicklung des Jugendparlaments in Pattensen gefallen. Eines meiner Herzensprojekte. Es wird aber noch etwas mehr als ein Jahr dauern bis die Pläne konkret werden.
Die Pattenser Politik beschließt erstmalig in der Geschichte der Region Hannover und in Niedersachsen einen Doppelhaushalt und stellt damit die Weichen die anstehenden Großprojekte ohne Unterbrechung durch erneute Haushaltsberatungen abarbeiten zu können. Die Kämmerei soll auch dank der im selben Jahr beschlossenen interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wennigsen für ein gemeinsames Rechnungsprüfungsamt in die Lage versetzt werden ausstehende Jahresabschlüsse nachzuholen. In fünf Jahren werden neun der 12 ausstehenden Abschlüsse durchgeprüft.
Die Kita Ruther Straße in Trägerschaft von Mobile e. V. geht nach nur neun Monaten Bau- und Einrichtungszeit zeitgerecht und ohne Mehrkosten in den Betrieb. Die Anlieger, die große Sorgen wegen des Verkehrs hatten, begrüßen die Einrichtung herzlich in der Nachbarschaft. Die Pläne für das neue Rathaus werden nach einem Jahr Planungs- und Ausschreibungsverfahren vorgestellt. Das Gebäude, das drei Standorte vereint, soll den Bürger:innen die Wege verkürzen und ist so ausgelegt, dass auch bei einer wachsenden Stadt ausreichend Möglichkeiten gegeben sind, die erforderlichen Dienstleistungen anzubieten. Der neugestaltete Markplatz wird eröffnet. Er ist das Herzstück der Altstadtsanierung. Ich bezeichne es als das "Wohnzimmer der Stadt". Die Begeisterung über den Bau und die damit verbundenen Einschränkungen hielten sich in Grenzen. Es gab Verzögerungen beim Bau. Das Ergebnis insgesamt wird bis heute aber positiv bewertet. Die Aufenthaltsqualität hat sich nach allgemeinen Rückmeldungen entscheidend verbessert.

2017 - die ersten Ergebnisse wurden sichtbar


Die Schüler:innen der Ernst-Reuter-Schule können die neu errichteten Gebäudeteile beziehen. Die Schule weitet die Themen Nachhaltigkeit sowie Global Goals aus und bezieht die Stadtverwaltung Pattensen ein. Insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Klimachutzmanagement gestaltet sich gewinnbringend für beide Seiten.
In der Stadtverwaltun wird endlich die Wirtschaftsförderung mit integriertem Fördermittelmanagement eingerichtet. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, weil Teile der Politik gegen die Einrichtung waren. Die Befristung ist ein Kompromiss. Auf Initiative eines örtlichen Malerfachbetriebs wird die durch Graffiti verunstaltete Garagenwand zusammen mit Schüler:innen der Ernst-Reuter-Schule neu gestaltet. Mit bunten Motiven aus Pattensen und der Global Goals bietet sie nun einen repräsentativen Blick auf den Ortseingang. Die Finanzierung wurd mit Spenden gesichert. Außerdem wird ein Wunsch aus Pimp your Town damit realisiert. Das das Grundstück Talstraße 5 für den Zweck eines Rathausbaus nicht geeignet ist, wird es gemeinsam mit dem Ratskeller verkauft. Die Konzepte sehen barrierefreies Wohnen und eine Neuausrichtung der Gastronomie vor.
Nach dem klar ist, dass die BI Erfolg mit der Forderung einer unterirdischen Trassenführung hatte, nimmt sie symbolisch Abschied vom Südlink - dennoch wird das Thema nicht gänzlich aus der Pattenser Arbeit verschwinden.
Das Flüchtlingswohnprojekt der Koldinger Straße wird endgültig nicht umgesetzt. Die Wohnungen werden auf dem Markt als barrierefreie Wohnungen angeboten. Dies war die immer geplante Phase 2, die nun vorzeitig zum Tragen kommt. Mittel der Stadt Pattensen werden nicht aufgewendet - allerdings mache ich allen Beteiligten deutlich, dass der Wohnungsmarkt in Pattensen erschöpft ist und für weitere Zuweisungen Wohnraum fehlt. Pattensen hat die Quote der Aufnahmen nicht erfüllt. Die Integrationsgeschichte von Haftom Weldaj, der viel beachtete Rekorde erläuft, bekommt überregional Aufmerksamkeit
Nach zähem Ringen mit der Region konnte der Jahresabschluss 2009 zurückgeholt und vom eigenen Rechnungsprüfungsamt geprüft werden. Die Jahresabschlüsse 2009/2010 werden vorgelegt. Es folgen sehr schnell 2011 ff. . Der elektronische Workflow in Pattensen hat bereits 2016 Einzug gehalten - 2017 ist er voll digital inkl. der Möglichkeit E-Rechnungen zu verarbeiten. Gleichzeitig werden Pläne für ein digitales Dokumentenmanagement konkret. Damit ist die Digitalisierung zum Kernthema in der Verwaltungsorganisation geworden. Am 06.04.20217 beginnt der Bau des neuen Rathauses. Der Bau soll ein Jahr dauern. Im April 2018 soll Umzug und Eröffnung sein. Es gibt nach wie vor Kritik an dem Projekt. Die Unterhaltung von drei Gebäuden hat sich aber nach der Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsanalyse als teurer erwiesen. Zudem werden Vorteile in der Gestaltung von Arbeitsabläufen und Zusammenarbeit in der Diskussion positiv bewertet. Geplant sind Baukosten von 7 Mio EUR. Der Bau wird fristgerecht und ohne Mehraufwendungen fertiggstellt.
Die Schwierigkeiten beim Prozess Grundschule Pattensen reißen nicht ab. Die Gründung der Turnhalle erweist sich als nicht ausreichend. Es werden verschiedene Varianten vom Neubau bis zur Sanierung am Standort diskutiert. Selbst der Schützenplatz steht als neuer Standort zur Debatte, was Proteste in der Stadt auslöst. Zum Schützenfest werden Transparente aufgestellt. Nach einer Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsanalyse wird ein Teilneubau- nebst Sanierung beschlossen. Während der Beratungen über einen Nachtrag  werden meine Pläne für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Thema. Diese Konzepte eröffnen die Akquise von Fördermitteln und haben einen breit angelegten Dialogprozess mit der gesamten Bürgerschaft zur Grundlage. Die Grundsatzentscheidung für das ISEK wird einstimmig beschlossen. Im weiteren Verfahren wird eine Ausschreibung vorbereitet. Die Auschreibung wird vom Rat nach einem Asuwahlprozess wegen einer Überschreitung von 6.000€ aufgehoben und nicht vergeben. Der Beteiligungsprozess ist damit vorerst gescheitert.
Dieser Prozess wäre auch hilfreich zur Einordnung der Projekte Mühlenfeld und Steintoranger gewesen. Insbesondere die Frage nach sozialem und bezahlbarem sowie barrierefreiem (Miet-)Wohnraum wird drängender. Auch Gewerbeflächen fehlen. nach wie vor sind Stadt- und Regionsverwaltung unterschiedlicher Aufassung über den Umgang mit dem geschützten Feldhamster. In dieses Jahr fällt auch das Jubiläum zum 40ten Jahrestag der Städtepartnerschaft mit St.-Aubin-les-Elbeuf. Dieses feiern wir groß traditionell in Frankreich. In fünf Jahren wird dann in Deutschland gefeiert.

2018 - neue Projekte und Herausforderungen 


Für die Grundschule Pattensen-Mitte startet das Vergabeverfahren, dass mit rund  neun Monaten angesetzt ist. Das gesamte Projekt soll bis zu 12 Mio EURO kosten. Die Vergabe erfolgt wie bereits die Ernst-Reuter-Schule und das Rathaus im Totalübernehmermodell.
Die Stadtverwaltung setzt den Organisationsprozess fort. Es werden Ideen für ein Projekt- und Prozessmanagement entwickelt. Das ISEK scheitert in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 zum zweiten Mal und wird in das Jahr 2020 verschoben. Die Außensportanlage der KGS wird Thema. Für 2019/2020 werden Überlegungen über pädagogische Anforderungen und benötigte Finanzmittel angestrengt. Die Altstadtsanierung wird im Bereich Talstraße fortgesetzt. Erneut ist das mit Einschränkungen in der Altstadt verbunden. Nach dem Verkauf der Talstraße (die 2013 ursprünglich für den Bau des Rathauses erworben wurde und sich als zu klein erwies), wird dort ein Wohnprojekt umgesetzt. Die Stadt Pattensen wird Mitglied im Netzwerk "Kommunen für die eine Welt" und engagiert sich als Global Goals Kommune, parallel beginnt die Faitrade Town Initiative als bürgerschaftliches Projekt seine Arbeit.
Die Ernst-Reuter-Schule wird unter Beteiligung des Kultusministers feierlich eröffnet. Das Projekt wurde insgesamt zeitgerecht und ohne wesentliche Mehrkosten fertiggestellt. Im Laufe des Betriebes wird es Ergänzungen und Verbesserungen geben.
Das Rathaus wird pünktlich und ohne Mehrkosten fertig. Die ehemaligen Gebäude Auf der Burg und Walter-Bruch-Straße werden zum Verkauf angeboten und die Johann-Koch-Straße entmietet. Das alte Gebäude Auf der Burg wird noch im gleichen Jahr verkauft. Es soll dort ein Ärztehaus entstehen. Die Eröffnung des Rathauses und ein Tag der offenen Tür erfolgen im Herbst. Die Diskussion um die Feuerwehrgerätehäuser und ihr Zustand sowie den Erhalt beginnt. Am Ende einigt man sich auf einen Bedarfsplan, der Aufschluss über die Beschaffenheit und die sinnhafte Struktur geben soll.
Im Bundesverkehrswegeplan steigt die Umgehung Koldingen (B443) in den dringlichen Bedarf. Fragen der möglichen Trassenführung geraten in den Fokus vor Ort. Die Stadt Pattensen klagt gemeinsam mit den Kommunen Wennigsen, Barsinghausen und Springe gegen die Festlegungen der Windenergievorrangflächen im regionalen Ramordnungsprogramm (RROP) vor dem OVG Lüneburg. Die Abwägungen der Region werden in Zweifel gezogen und sollen überpüft werden.
In Pattensen öffnet die erste Ausbildungsmesse ihre Tore. Die Wirtschaftsförderung hat zwischenzeitlich auch Ausbildertreffen ins Leben gerufen. Diese finden mit Kooperation der Region Hannover und der Ernst-Reuter-Schule statt. Die gezielte Vernetzung der Schule mit den Ausbildungsbetrieben soll Synergien schaffen und Barrieren abbauen. Die Messe wird fester Bestandteil im Jahreskalender und wächst jedes Jahr.
Die Pläne für das Jugendparlament werden konkret. Der Rat beschließt einstimmig in einem Grundsatzbeschluss die Einrichtung. Mit interessierten Jugendlichen gemeinsam werden Satzung und Wahlverfahren entwickelt. 2019 soll das erste Jugendparlament gewählt werden.
Im Mai feiere ich Bergfest. Rückblickend liegt eine intensive Zeit hinter mir und noch einige spannende Jahre vor mir.
Eine Sondersituation tritt in Schulenburg ein. Ein Generationenwechsel im Dorf sorgt für einen Kinderboom auf zu wenige Plätze in Kindertagesstätten. Aus diesem Grunde wird beschlossen das alte Dorfgemeinschaftshaus zu einer Kindertagesstätte auszubauen. Im Zuge dessen wird der Verein "Alte Schule e. V." aufgelöst. Das Vereinsvermögen fällt über die Stadt dem Ortsrat Schulenburg zu. Eine Kooperation des Klimaschutzes mit der Wirtchaftsförderung macht das e.coBizz-Forum möglich. Hier präsentieren sich Unternehmen mit nachhaltigen Energiekonzepten zu ihren Betreiben  als eine der wenigen Kommunen in der Region Hannover ist die Stadt Pattensen eine, die fast ausschließlich mit eigenen Unternehmen aufwarten kann.

2019 - die eigenen Themen werden Wirklichkeit


Das Gewerbegebiet bekommt die lange ersehnte Glasfaseranbindung, obwohl die Quote nicht ganz erreicht ist, hat sich htp bereit erklärt, dieses Invest zu übernehmen. Das Projekt  

Grundschule Pattensen-Mitte geht voran. Die Vergabe und der Beginn
des Baus sind der Schlusspunkt einer langen und intensiven Diskussion im Rat. Fast zeitgleich startet der Prozess um die Diskussion der Schulneuorganisation in der Stadt Pattensen. In der intern tagenden AG Stadtentwicklung wird klar, dass eine Sanierung und Erweiterung der Grundschule Schulenburg mit jeder weiteren Erkenntnis unwirtschaftlicher wird. Es werden verschiedene Szenarien diskutiert. Nach langem Ringen entscheidet man sich für eine vollständige Neuausrichtung der südlichen Einrichtungen Jeinsen und Schulenburg. Damit verbunden ist der Vorschlag die Grundschule in Jeinsen zu schließen und in dem Schulgebäude eine neue Kita unterzubringen. Dies führt zu Protesten und einem langem politischen Entscheidungsprozess. Am Ende wird die Schulschließung in geheimer Abstimmung beschlossen.
Pattensen erhält sein erstes Jugendparlament. 13 Schülerinnen und Schüler aus Pattensen begleiten ab sofort die Pattenser Gremien in allen Belangen rund um die Stadt. Damit ist außerdem eines meiner Herzensprojekte in Erfüllung gegangen.  Eine intensive Diskussion führen wir über die Einrichtung einer Bike and Ride Anlage. Standort und Kubatur sind nicht unumstritten und die Meinung in der Stadt zweigeteilt. Die B+R-Anlage wird beschlossen und umgesetzt.
Das Hallen- und Freibad muss wegen einer langwierigen und teuren Reparatur an den Beckenköpfen lange geschlossen bleiben. Schnell wird klar, dass dies zu finanziellen Schwierigkeiten beim Badbetrieb führt. Die Ausfälle müssem kompensiert werden - auch Verbesserungsbedarfe im organisatorischen zwischen Stadt Pattsen und Bad gGmbH werden dabei auf den Prüfstand gestellt. Die Zusammenarbeit wird neu ausgerichtet. Die Krippe im ehemaligen DGH in Schulenburg wird nach langen Verzögerungen und Preissteigerungen im Frühjahr eröffnet. Die Familien haben viel Geduld bewiesen. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.
Nach Jahren der Suche, findet sich eine Kinderärztin, die bereit ist eine Praxis in Pattensen zu eröffnen. Wir setzen uns gemeinsam mit Bürgerschaft, Rat und Verwaltung für diese Ansiedlung ein und werden Monate darum kämpfen.
Das ehemalige Verwaltungsgebäude Walter-Bruch-Straße wird erfolgreich verkauft und mit einer gewerblichen Neuansiedlung verbunden. 
Die Klage gegen die Region Hannover in Sachen RROP ist erfolgreich. Es startet eine eigene Flächennutzungsplanung mit eigenen Festlegungen zur Windernergie.
Die Verwaltungsorganisations-untersuchung, die der Rat ermöglicht hat, startet und wird ein Jahr dauern. Die Ergebnisse werden dem Rat Ende des Jahres präsentiert. Die Mittel für ein ISEK werden erst für 2020 in den Haushalt aufgenommen.
Die Wirtschaftförderung entwickelt mit der Ernst-Reuter-Schule zusammen ein Konzept für einen Makerspace
Der Südlink beschäftigt Landwirtschaft und Bürger:inneninitiativen weiterhin.
Verwaltungsintern beginne wir mit einem Prozesskatalog. Außerdem wird das Projektmangement professionalisiert und gezielt ausgeweitet. Ziel ist eine umfassende Strukturveränderung bei der interdisziplinären Arbeit. 

Der 2016 beantragte Radweg zur KGS wird konkreter. Sorgen bereiten die Umweltanforderungen, da auf dem Trassenverlauf Storchhabitate sind. Eine Umsetzung wird dennoch für 2020ff. avisiert. Die Diskussion um die Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen wird intensiver. Die Politik ringt um eine Lösung, die sowohl die Abschaffung ermöglicht als auch die weiteren Aufgaben nicht gefährdet. Das Verhältnis ist teilweise sehr angespannt.
Intensiv diskutiert wird auch über das Neubaugebiet Mühlenfeld. Der Rat bittet um eine umfassende Folgeanalyse. Die Fläche bietet Platz für bis zu 1.200 Einwohner:innen. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Die Altstadtsanierung in Pattensen-Mitte hält an. Zeitgleich mit dem Ausbau der Talstraße starten große Bauvorhaben. Dies erschwert die Situation. Insgesamt ist der Verlauf der Maßnahmen aber zufriedenstellend. Die Stadt Pattensen gewinnt beim Radiosender FFN eine Spielplatz Ausstattung für die Usedomer Straße. Die Eröffnung ist im Sommer.

2020 - plötzlich war alles anders


 Anfang des Jahres beschließt der Rat einstimmig die Wiederwahl des 1. Stadtrats Axel Müller, der mir in der Stadtverwaltung als Vertreter zur Seite steht. Das Lob von allen Seiten für unsere gemeinsame Arbeit (nachdem wir 2014 noch Konkurrenten waren) freut mich von Herzen. Ich habe mich über sein Angebot erneut für eine Amtsperiode zu kandidieren sehr gefreut.
Im März reißt uns die Corona-Pandemie aus unserem Rhytmus. Die Schließung von Schulen, Kindertagesstätten, Restaurants und Einrichtungen in der Stadt stellen uns in der Stadtgesellschaft vor enorme Herausforderungen. Innerhalb kürzester Zeit werden Hygienepläne, Homeofficeregelungen und Maskenbeschaffungen etc. organisiert. Die Notbetreuung organisieren wir fast ausschließlich an den Wochenenenden. Die Regelungen erkläre ich in Videos und meinen Kanäle. Hier halte ichso gut es geht den Kontakt aufrecht und versuche auch bei Einzelfragen zu helfen. Viele Entscheidungen und Umsetzungen müssen ad hoc getroffen und innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden.
Weiter gehen aber auch die Projekte wie beispielsweise die Talstraße, wo die Baumaßnahmen zum Ende kommen. Der Klassentrakt in der Grundschule Pattensen wird zeitgerecht fertig und kann in Betrieb genommen werden. In einer kleinen corona-konformen Feierstunde wird das Gebäude übrgeben. Zeitgleich erfolgt der Abriss es alten Klassentrakts, an dem die neue Turnhalle entstehen wird.
Für die neue Grundschule Schulenburg werden zwei Grundstücke vorgestellt. Das alte Grundstück kann nicht sinnvoll überplant werden und soll zu Wohngebiet umgeplant werden. Der Rat entscheidet sich mit knapper Mehrheit für das nördliche Grundstück am Ortseingang Schulenburg. Eine Initiative aus Schulenburg strengt daraufhin ein Bürgerbegehren an, um die Entscheidung zu revidieren. Das erste Bürgerbegehren in Pattensen findet statt, führt aber nicht zu keiner anderen Entscheidung, da das nötige Abstimmungsquorum nicht erfüllt wird.
Die Beratungen über den Doppelhaushalt 2021/2022 sind überschattet von der Diskussion über die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Die erste Entscheidung zur Abschaffung droht an der Haushaltssituation und den bestehenden gesetzlichen Regelungen zu scheitern. Daraufhin werden regide Streichungen in den Haushalte vorgeschlagen. Die Anträge werden zeitweise am Tage der Sitzung eingebracht. Die Beratungen gestalten sich sehr langwierig. Erstmals tagt der Rat online und es werden schriftliche Abstimmungen ermöglicht. Technisch wird allerorten aufgerüstet. Mit Videokonferenzsystemen und mobiler Ausstattung werden Sitzungen und Videokonferenzen möglich gemacht. Der Digitalpakt kommt gesondert zur Umsetzung und es werden Voraussetzungen zum Abruf der Mittel geschaffen. Es werden Pläne zu einem Anbau oder doch Neubau der Krippe in Hüpede diskutiert. Eine endgültige Entscheidung ist auch von der Genehmigung zur Betriebserlaubnis abhängig. Der Rat entscheidet sich für einen Anbau. Die Neubauidee wird verworfen. Gleichzeitig wird angedacht, wie eine Erweiterung der Grundschule Hüpede realisiert werden kann, da 2025 der Ganztagsschulanspruch eingeführt wird. Die Stadt Pattensen wird Teil der Glasfaserinitiative der htp. Bis 2025 soll jeder Haushalt in Pattensen die Möglichkeit bekommen mit einem direkten zu Glasfaseranschluss angeschlossen zu werden. Die Stadt Pattensen bekommt dank es Einsatzes des Fördermittel-managements (Wirtschaftsförderung) in Zusammenarbeit mit der gGmbH für das Pattenser Bad aus dem Sportförderprogramm des Bundes 4 Mio € Förderungen in Aussicht gestellt. In der ersten Antragsrunde 2019 ging die Stadt Pattensen noch leer aus.
Der Makerspace an der Ernst-Reuer-Schule wird mit 75.000€ des Landes Niedersachsen gefördert. Lokale Partner aus der Wirtschaft konnten bereits gewonnen werden. Das Jupa erhält die erste von ihm eingebrachte und vom Rat beschlossene Solarbank aus Sponsoringmitteln. Der ebenfalls avisierte Calisthenics Park ist ein langfristiges Projekt. Die Wirtschaftförderung startet mit der Stadtversorgung gemeinsam eine Elektroladesäuleninitiative für Pattensen. Im Frühjahr/Frühsommer 2021 sollen die ersten Ladesäulen in den Betrieb gehen.
Im Rat wird das Neubaugebiet Mühlenfeld abgelehnt. Die Sorgen vor den Folgekosten überwiegen.  Die städtische Baulandentwicklungsgesellschaft kommt damit ebenfalsl nicht zum Zuge. In den Orsteilen Jeinsen, Schulenburg, Reden sind weitere kleinere Einheiten entstanden oder entstehen gerade. Eine größere Fläche entsteht mit der städtsichen Baulandentwicklungsgesellschaft in Schulenburg.




2021

.....hier schreibe ich demnächst weiter!

2022 ff.

....to be continued